Zeitraum vor Betrag lesen
Auszahlungslimits richtig lesen: vier Zeiträume auf 30 Tage umgerechnet
1.000 € am Tag klingt enger als 15.000 € im Monat und ist es nicht. Wir rechnen die Grenzen aus den AGB der Rangliste auf 30 Tage um und zeigen, welche Zahl dich wirklich bremst.
Auszahlungslimits stehen in den AGB meist als nackte Zahl mit einem kleinen Zusatz: pro Tag, pro Woche, pro Kalendermonat. Dieser Zusatz entscheidet mehr als der Betrag davor. Wer zwei Anbieter vergleicht, ohne ihn mitzulesen, vergleicht Tageswerte mit Monatswerten und zieht den falschen Schluss.
Dieser Beitrag sortiert die Grenzen aus den Bedingungen der Anbieter unserer Rangliste nach ihrem Zeitraum, rechnet sie auf eine gemeinsame Basis um und zeigt an zwei Beispielen, wie sich mehrere Grenzen desselben Anbieters gegenseitig überlagern.
Rocketpot Kl. 11.5
5.000 USD je Monat, sobald ein Gewinn 5.000 USD erreicht
auf 30 Tage: 5.000 USD
Wild Fortune Kl. 11.8
1.000 € am Tag, 5.000 € in der Woche, 15.000 € im Monat
auf 30 Tage: 15.000 €
Wolfbet Kl. 15 Abs. 5
wöchentlich 8.000 USD, im Kalendermonat höchstens 30.000 USD
auf 30 Tage: 30.000 USD
Thunderpick Kl. 6.12
100.000 € je Woche
auf 30 Tage: rund 428.600 € (100.000 × 30 ÷ 7)
Bitcasino.io Kl. 6.10
bis 1 Mio. USDT je Woche bei großen Guthaben
auf 30 Tage: rund 4,3 Mio. USDT (1 Mio. × 30 ÷ 7)
Vave Kl. 8.8
kein Deckel je Zeitraum; ab 50.000 USDT Gewinn in Ausnahmefällen gleiche Teilzahlungen
auf 30 Tage: —
Vier Zeiträume, in denen Auszahlungslimits gelten
Je Antrag. Hier geht es nicht um einen Zeitraum, sondern um den einzelnen Auszahlungswunsch oder den einzelnen Gewinn. Rainbet nennt in Kl. 8.1 keinen Deckel, wohl aber einen Mindestbetrag von 15 USD je Antrag. Bei Vave öffnet Kl. 8.8 ab einem Gewinn von 50.000 USDT die Möglichkeit, in Ausnahmefällen in gleichen Raten zu zahlen. Bei Rocketpot setzt Kl. 11.5 an einem Gewinn ab 5.000 USD an.
Je Tag. Wild Fortune begrenzt Auszahlungen in Kl. 11.8 auf 1.000 € am Tag.
Je Woche. Dieselbe Klausel von Wild Fortune setzt 5.000 € für sieben Tage fest. Wolfbet nennt in Kl. 15 Abs. 5 8.000 USD pro Woche, Thunderpick in Kl. 6.12 100.000 €. Bitcasino.io sieht in Kl. 6.10 für große Guthaben wöchentlich höchstens 1 Mio. USDT vor.
Je Monat. Wild Fortune schließt mit 15.000 € im Monat ab, Wolfbet mit 30.000 USD im Kalendermonat. Rocketpot zahlt einen Gewinn ab 5.000 USD in Monatsraten von höchstens 5.000 USD.
Die Klauseln von Wolfbet, Wild Fortune, Rocketpot und Bitcasino.io wurden am 2. September 2026 gelesen, Abschnitt 8 der Vave-AGB am 25. August 2026. Alle Deckel der Rangliste mit ihrer Klausel stehen gesammelt unter Obergrenzen je Anbieter.
Die gemeinsame Basis: 30 Tage
Um Grenzen mit unterschiedlichem Zeitraum vergleichbar zu machen, brauchst du einen einheitlichen Maßstab. Dreißig Tage bieten sich an, weil sie ungefähr einem Monat entsprechen. Die Umrechnung:
- Tageswert mal 30.
- Wochenwert mal 30, geteilt durch 7 (Faktor rund 4,29).
- Monatswert bleibt unverändert.
Angewendet auf die Klauseln:
- Wild Fortune, Tageswert: 1.000 € × 30 = 30.000 €.
- Wild Fortune, Wochenwert: 5.000 € × 4,29 ≈ 21.429 €.
- Wild Fortune, Monatswert: 15.000 €.
- Wolfbet, Wochenwert: 8.000 USD × 4,29 ≈ 34.286 USD.
- Wolfbet, Monatswert: 30.000 USD.
- Thunderpick, Wochenwert: 100.000 € × 4,29 ≈ 428.571 €.
- Bitcasino.io, Wochenwert: 1 Mio. USDT × 4,29 ≈ 4,29 Mio. USDT.
- Rocketpot, Monatsrate ab 5.000 USD Gewinn: 5.000 USD.
Die Währungen bleiben dabei getrennt. Euro, US-Dollar und USDT lassen sich nur mit einem Kurs vergleichen, den keine dieser Klauseln festlegt.
Die kleinste Zahl bremst selten am stärksten
Bei Wild Fortune stehen drei Zahlen in einer Klausel. Die kleinste, 1.000 €, wirkt am strengsten. Auf 30 Tage gerechnet ließe sie aber 30.000 € zu, doppelt so viel wie der Monatswert. Was dich tatsächlich begrenzt, ist die größte Zahl der Klausel: 15.000 € im Monat. Die Tagesgrenze bestimmt nur, in welchen Portionen das Geld herausgeht.
Bei Wolfbet ist es ähnlich. Die Wochengrenze von 8.000 USD würde auf 30 Tage gerechnet 34.286 USD zulassen, doch der Kalendermonat stoppt bei 30.000 USD. Die Wochengrenze greift also nur innerhalb eines Monats als Taktgeber.
Beim Vergleich zwischen Anbietern verschiebt sich das Bild erneut. Die kleinste gedruckte Zahl in dieser Sammlung sind die 1.000 € von Wild Fortune. Die engste Grenze auf 30 Tage sind die 5.000 USD Monatsrate von Rocketpot, die allerdings erst ab einem Gewinn dieser Größe greift.
Beispiel 1: 20.000 € Guthaben bei Wild Fortune
Angenommen, dein Guthaben stammt nicht aus einem progressiven Jackpot, denn solche Gewinne nimmt Kl. 11.8 von den Grenzen aus.
- Tagesgrenze: Pro Tag gehen höchstens 1.000 € hinaus.
- Wochengrenze: Nach fünf vollen Anträgen sind die 5.000 € für sieben Tage erreicht; die übrigen Tage dieser sieben bleiben ohne Auszahlung.
- Monatsgrenze: Nach drei solchen Wochenblöcken sind 15.000 € erreicht.
Bleiben 5.000 €, die erst im Folgemonat wieder unter die Grenze passen. Aus einem einzigen Guthaben werden so mindestens zwanzig Einzelanträge über zwei Monate.
Beispiel 2: 40.000 USD Guthaben bei Wolfbet
- Wochengrenze: 8.000 USD je Woche.
- Monatsgrenze: 30.000 USD je Kalendermonat.
In einem Kalendermonat mit vier Wochenanträgen gehen 8.000 + 8.000 + 8.000 + 6.000 USD hinaus, zusammen 30.000 USD. Der vierte Antrag wird von der Monatsgrenze gekappt, nicht von der Wochengrenze. Die restlichen 10.000 USD folgen ab dem nächsten Kalendermonat, weiterhin höchstens 8.000 USD pro Woche.
Ein Kalendermonat ist dabei etwas anderes als ein gleitender Monat. Er beginnt am Ersten neu. Liegen zwei Wochenanträge am Monatsende und zwei am Monatsanfang, zählen sie zu zwei verschiedenen Monaten.
Sieben Tage oder eine Woche?
Die Wortwahl in den Klauseln ist nicht einheitlich, und der Unterschied hat Folgen. Wild Fortune spricht in Kl. 11.8 von sieben Tagen, Wolfbet in Kl. 15 Abs. 5 von einer Woche und zusätzlich vom Kalendermonat. Ein Zeitraum von sieben Tagen wird üblicherweise gleitend gerechnet: Maßgeblich sind die sieben Tage vor deinem aktuellen Antrag. Eine Woche kann dagegen eine feste Kalenderwoche meinen, die an einem bestimmten Wochentag neu beginnt.
Bei einer festen Woche passen zwei volle Beträge dicht hintereinander, einer am Ende der alten und einer am Anfang der neuen Woche. Bei einem gleitenden Zeitraum geht das nicht. Wenn die Klausel offenlässt, welche Lesart gilt, frage vor dem ersten großen Antrag schriftlich beim Support nach und speichere die Antwort.
Raten und Schwellen: kein Zeitraum, aber eine Grenze
Nicht jede Beschränkung lässt sich auf 30 Tage umrechnen. Metaspins setzt laut Kl. 12.5 keinen Deckel, behält sich aber Teilzahlungen vor. Bitsler legt nach Kl. 8.6 Unter- und Obergrenzen selbst fest, ohne eine Zahl zu nennen. Vave kennt nach Kl. 8.8 keinen Deckel je Zeitraum, kann aber sehr hohe Gewinne ab 50.000 USDT ausnahmsweise stückeln.
Solche Regeln nennen eine Schwelle oder einen Vorbehalt statt eines Zeitraums. Rechnen kannst du mit ihnen erst, wenn der Anbieter die Raten im Einzelfall festlegt. Lies die genaue Formulierung deshalb vor der ersten größeren Einzahlung und frage bei Unklarheit schriftlich nach. Anders als feste Auszahlungslimits geben solche Vorbehalte dir vorab keine Zahl, mit der du planen kannst.
Fünf Fragen an jede Limitklausel
- Welcher Zeitraum? Antrag, Tag, sieben Tage, Woche, Monat oder Kalendermonat.
- Welche Währung? Euro, US-Dollar oder USDT, und wie wird ein Coin-Guthaben umgerechnet?
- Was ist ausgenommen? Bei Wild Fortune zum Beispiel progressive Jackpots.
- Überlagern sich mehrere Grenzen? Dann bindet auf Dauer die, die auf 30 Tage gerechnet am kleinsten ist.
- Was gilt vorher? Umsatzvorgaben und Identitätsprüfung entscheiden, ob ein Antrag überhaupt bearbeitet wird; mehr dazu unter Dokumente und Prüfmomente.
Auch die Netzgebühr hängt am Muster: Viele kleine Anträge kosten mehr als ein großer, wie der Beitrag Gebühren nach Netzwerk vorrechnet. Weitere Bedingungen, an denen ein Antrag hängt, fasst Auszahlung Schritt für Schritt zusammen.
