Bitdreams: die alte Curaçao-Nummer und was sie bedeutet
Antillephone, altes Format
Bitdreams deckelt bei 20 000 Euro im Monat und trägt als einziger Anbieter der Tabelle noch eine Lizenznummer im alten Format 8048/JAZ.
Was 8048/JAZ von OGL unterscheidet
Bitdreams nennt eine Lizenz von Antillephone N.V. mit der Nummer 8048/JAZ2019–015. Dieses Format stammt aus der alten Ordnung auf Curaçao: ein Masterlizenznehmer vergab Sublizenzen und beaufsichtigte die Nehmer zugleich selbst.
Seit der Umstellung vergibt die Curaçao Gaming Authority Nummern im Format OGL/Jahr/Nummer, und 3 Anbieter dieser Tabelle tragen bereits eine solche. Das neue Format trennt Aufsicht und Lizenznehmer, was eine Verbesserung ist und für sich genommen noch nichts garantiert. Wie sich beides prüfen lässt, steht unter Seriosität.
Als Betreiber ist die Hollycorn N.V. angegeben, eine auf Curaçao eingetragene Gesellschaft. Einzelne Suchergebnisse ordnen sie einem europäischen Land zu; dafür fand sich in den geprüften Unterlagen keine Grundlage, und übernommen wird eine solche Angabe hier nicht.
Die Grenze: 20 000 Euro im Monat
Abschnitt 11 der Bedingungen deckelt die Auszahlung bei 20 000 Euro im Monat. Das liegt im Mittelfeld der Tabelle und über der Monatssumme von PlayAmo, obwohl PlayAmo mit einem Wochenwert wirbt.
Genau daran zeigt sich, warum die Einheit mitgelesen werden muss. 7 500 Euro pro Woche ergeben 30 000 Euro im Monat und liegen damit über diesen 20 000. Die Umrechnung steht unter Auszahlungslimit.
Fünf Währungen, keine Frist, keine Schwelle
Die Währungsliste ist die kürzeste der Tabelle: 5 Einträge, nämlich Bitcoin, Ether, Litecoin, Dogecoin und XRP. Eine kurze Liste ist kein Nachteil, solange die eigene Wallet darin vorkommt.
Eine Bearbeitungsfrist ist nicht veröffentlicht. Für die Identitätsprüfung nennen die Bedingungen weder einen Betrag noch eine Fundstelle, weshalb die Zelle in der Vergleichstabelle als Ermessen geführt wird. Was das praktisch heißt, steht unter ohne KYC.
Einordnung
Ein Haus mittlerer Offenheit.
Bitdreams bietet: eine bezifferte Grenze, eine veröffentlichte Währungsliste, dazu 2 Angaben, die fehlen. Das ist mehr, als die Hälfte dieser Tabelle bietet.
Die alte Lizenznummer bleibt der auffälligste Punkt. Sie macht den Anbieter nicht unseriös, sie ordnet ihn nur einer Ordnung zu, die abgelöst wurde. Für Deutschland ändert ohnehin keines der beiden Formate etwas: die Whitelist der GGL führt diesen Anbieter nicht, wie unter ohne deutsche Lizenz nachzulesen ist.
